Sämann-Delegation besucht O Semeador - Februar 2015

Eine Delegation des Arbeitskreises DER SÄMANN ist Ende Februar nach Brasilien aufgebrochen, um die Freunde in der KiTa O SEMEADOR in Sao Paulo zu besuchen. Der letzte Besuch lag schon einige Jahre zurück und die Freude über das Wiedersehen war groß.
Neben den Bohmtern waren Sämann-Akteure aus Wellendorf, Nürnberg und Hamburg dabei.
Nach einem Zwischenstop in Rio de Janeiro ging es weiter nach Sao Paulo. Fatima und Wilson Alves, das ganze Team und natürlich die Sämann-Kinder empfingen den Besuch aus Deutschland mit großer Herzlichkeit.

Einladen möchte der Arbeitskreis DER SÄMANN zu einem "Brasilienabend" mit einem interessanten Reisebericht und vielen Fotos, neuen Eindrücken und Geschichten von O SEMEADOR am Samstag, 18. April 2015 in das Gemeindehaus an der katholischen Pfarrkirche St. Johannes d.T. in Bohmte.




Iburger Grundschüler helfen Kita in São Paulo - Bericht der NOZ vom 6.3.2014



Besuch aus Bohmte bei O Semeador - Februar 2014

In diesen Tagen erreichte den Arbeitskreis DER SÄMANN aus Bohmte folgender Brief mit aktuellen Nachrichten von der Kindertagesstätte O SEMEADOR aus Sao Paulo / Brasilien. Der Arbeitskreis freut sich sehr über den Augenzeugenbericht und darüber, dass die Besucher einen so positiven Eindruck von der Kita im fernen Brasilien mitgenommen haben. Die Kita wird vor allem aus dem Osnabrücker Land mithilfe zahlreicher Spenden von der hiesigen Bevölkerung vorbildlich unterstützt. So können Kinder, die sonst kaum Chancen in der Gesellschaft Brasiliens haben, aus der Spirale von Armut, Drogen und Gewalt entkommen. O SEMEADOR ist ein erfolgreiches Beispiel von „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Hier der Bericht des in Bohmte geborenen Thorsten Bräunlich:

„Aufgrund einer neuen beruflichen Herausforderung sind wir, das sind meine Frau Christine und unsere Kinder Luca und Noah, im Mai 2012 für 2 Jahre, mittlerweile werden es wohl 3 Jahre, nach Brasilien gegangen. Wir leben in einer für deutsche Verhältnisse Großstadt mit nahezu 800.000 Einwohnern im Bundestaat Sao Paulo.

Da ich, Thorsten Bräunlich (geb. Meyer), gebürtig aus Bohmte komme und durch die Nachbarschaft zu Familie Hemme schon lange von dem Projekt Sämann wusste, reifte recht schnell bei mir der Gedanke, dass wir doch die Möglichkeit nutzen sollten, um der Kindertagestätte einen Besuch abzustatten.

Zusammen mit einer amerikanischen Freundin aus Sorocaba machten meine Frau und ich uns früh am Morgen auf den Weg. Es war ein warmer Tag und wir waren schon gespannt, was uns dort erwarten würde. Unser Navigationssystem zeigte uns den richtigen Weg und nach zwei Stunden Fahrt wähnten wir uns schon fast am Ziel. Doch als wir nur noch drei Kilometer von der Kindertagesstätte entfernt waren, zeigte unser Navigationssystem weitere 50 Kilometer an. Zuerst wunderten wir uns, aber stellten dann schnell fest, dass es von der Autobahn keine Ausfahrt in unmittelbarer Nähe gab. So mussten wir einen Umweg durch die Favelas (Armenviertel in Brasilien) fahren, in der Hoffnung wir würden irgendwann doch noch unser Ziel erreichen.

Nach weiteren zweieinhalb Stunden war es dann soweit und wir fuhren durch ein Tor und erblickten ein idyllisches Fleckchen Grün inmitten der Favelas.

Sofort kam Fatima auf uns zu und begrüßte uns herzlich mit einem beijou (Kuss). Sie erzählte uns, dass die Kinder gerade schliefen, wir aber gerne herumschauen könnten. So schauten wir in jedes kleine Häuschen, in denen jeweils ca. 15 Kinder ihren Mittagsschlaf hielten. Ein Kind bemerkte uns und lief sofort auf uns zu drückte und küsste uns herzlich. Was für ein herzlicher Empfang, wenn man die Schicksale der einzelnen Kinder bedenkt, über die uns Fatima einiges erzählte.


Nachdem wir alle mit viel Liebe eingerichteten Räume gesehen hatten, berichtet Fatima über die Entstehung des Kindergartens. Nach 18 Jahren werden dort jetzt 90 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren und 60 schulpflichtige Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren betreut. In einem anderen Haus gibt es Aktivitäten für etwa 30 ältere Menschen. Die Zwei- bis Sechsjährigen bleiben jeden Tag bis nachmittags und speziell ausgebildete Pädagogen unterrichten sie dort. Jeden Tag gibt es ein anderes Thema. Am Dienstag ist z.B „Kochtag“ und die Kinder backen, kochen und erfahren alles zum Thema kochen.

Über alle Ereignisse beim Sämann schreibt Fatima ein Tagebuch, welches sie uns voller Stolz zeigte. Hier führt sie auch Erlebnisse auf, die sie besonders berührten, wie das Beispiel einer Schule in Sao Paulo, in der die Kinder zu Weihnachten ueber 150 Pakete mit Artikeln für den Schulbedarf und mit Süßigkeiten gepackt hatten.

Während die Kinder noch in ihren Bettchen schliefen besichtigten wir das Haus, in dem die älteren Menschen ihren Nachmittagsangeboten nachgingen. Die Tochter von Fatima hat die Leitung über diesen Bereich. Neugierig schauten uns die älteren Menschen an und einige kamen schnell mit uns ins Gespräch. Die Tochter stellte uns alle Angebote vor. So zum Beispiel bieten sie auch Gymnastikstunden und Bastelstunden an. Sogar einen Chor gibt es. Einige ältere Menschen, die zu krank und schwach sind zum Sämann zu kommen, werden von Extrapersonal zweimal in der Woche aufgesucht und häuslich und ärztlich unterstützt.

Nach einer Weile hörten wir aus der Ferne Kinderstimmen. Alle waren nun wach und gespannt auf den Besuch. So gingen wir rüber zu den Häusern, indem die Kinder untergebracht waren. Schnell war der Kontakt hergestellt und wir spielten mit den Kindern und machten Fotos mit ihnen. Zu guter Letzt übergaben uns alle Kinder noch ihre selbstgemalten Bilder. Die Herzlichkeit und Offenheit der Kinder hier ist schwer zu beschreiben, aber man schließt die Kleinen gleich in sein Herz ein.

Fatima berichtete uns in diesem Zusammenhang auch, dass sie kürzlich zu einer Hochzeit eines Kindergartenmädchens aus den ersten Tagen eingeladen wurde und sie dieser Einladung nichts ahnend gefolgt sei. Die Überraschung war, als sie dort dann eine ganze Reihe früherer Kinder aus dem O Semeador antrafen. Die Wiedersehensfreude war riesengroß und vor allem hatte jede und jeder von seiner Lebensgeschichte zu erzählen. Fatima war überglücklich, die Saat war aufgegangen.

Am späten Nachmittag machten wir uns dann mit einer Menge wundervoller Eindrücke auf den Weg nach Hause und wir sind sicher, dass dies nicht unser letzter Besuch beim Sämann in Sao Paulo gewesen ist.“



Willkommen auf unserer Internetseite

www.der-saemann.de

Wir freuen uns, dass Ihr Euch für uns interessiert. Wir - Der Sämann - sind ein Arbeitskreis, der sich zusammengeschlossen hat, um die Kindertagesstätte  in São Paulo, Brasilien, nachhaltig zu unterstützen.
Schaut nur herein und lernt unsere Arbeit, aber auch ein wenig das weite Land Brasilien und vor allem die Situation der Straßenkinder und der Menschen in den Favelas, sowie das Leben "unserer Sämann-Kinder" kennen. 
  
Dabei wünschen wir viel Freude!
Arbeitskreis Der Sämann - O Semeador
 

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Video aus der Kindertagesstätte

Ein Video aus dem Jahr 2008 gibt einen Überblick über das Projekt O Semeador - Der Sämann:

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